Kaiser Wilhelm hoch zu Ross, Bolkerstr. 100, 40213 Düsseldorf - Altstadt (1905)
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Ulrich Hermanns Ulrich Hermanns
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Album: Düsseldorfer Denkmäler

Kaiser Wilhelm hoch zu Ross - Düsseldorfer Denkmäler

Bolkerstr. 100 (40213 Altstadt)


Voll gerüstet, den Blick voraus reitet der greise Kaiser Wilhelm I. auf seinem Ross. Ihm zur Seite zwei sog. Genien, Sinnbilder von Krieg und Frieden. Beim Monarchen in Generalsuniform, den Genien wie auch bei der Ausgestaltung des granitenen Sockels wurde an der Bronze nicht gespart. Girlanden und Flachreliefs mit den Heldentaten der Preussen, dazu ein Adler, der mit seinen Krallen die Fahnen des Reichs beschützt.

Der Enkel des des alten Kaisers, Wilhelm II., hatte angeregt, dass für seinen Großvater in jeder Provinz des Reiches ein Monumentaldenkmal errrichtet werden sollte. Das Denkmal an der Porta Westfalica, das Denkmal am Deutschen Eck in Koblenz, das Nationaldenkmal in Berlin und das Kyffhäuser Denkmal wurden monumental ausgeführt, der Kaiser mit Pferd  ohne die Sockel bis zu 12 Meter hoch. Da waren die Düsseldorfer richtig bescheiden mit ihrem "nur" lebensgroßen "alten" Kaiser Wilhelm.

Das Denkmal stand auf einem Platz an der Kreuzung Allestraße (heute: Heinrich-Heine-Allee) mit der Bolkerstr. / Elberfelder Str.) Heute hat der Kaiser ein ruhiges Plätzchen auf dem Martin-Luther-Platz zusammen mit den Denkmälern seiner Paladine Bismarck und Moltke gefunden.

Weitere Fotos aus dem Album "Düsseldorfer Denkmäler"


Die Zeit des Kaiserreiches von 1871 bis 1914 war eine denkmalverrückte Zeit. Überall im Deutschen Reich wurden Unmengen von Bronze und hartem Stein zu Skulpturen von Landesfürsten, Herrschern und ihren Epigonen  geformt, aufgestellt und mit Begeisterung eingeweiht.

Die Hohenzollernherrscher Wilhelm I. sein Sohn Friedrich III. und besonders der Enkel Wilhelm II. wurden in fast jeder Stadt mit Denkmälern geehrt.

Auch in Düsseldorf gab es diverse Beispiele der gründerzeitlichen Denkmalkunst. Kaiser Wilhelm I. als Reichsgründer und seine als getreue Paladine bezeichneten wichtigsten Helfer, Bismarck und Moltke, wurden in Bronze gegossen und auf steinerne Sockel gestellt.

Das vorliegende Album zeigt die Denkmäler der drei in Fotos, die um die Jahrhundertwende entstanden sind.