Das Lichtbild - Atelier von Carl Simon
Die Firma "Carl Simon & Co." wurde 1907 in Düsseldorf-Bilk gegründet und bot verschiedene Dienstleistungen in der aufstrebenden Fotobranche an. Firmengründer Carl Simon (1873-1952) war zunächst als Prokurist bei der Fa. Liesegang in Düsseldorf tätig und machte sich anschließend ebenfalls in der Fotobranche selbständig. Er kolorierte Glasnegative, baute Fotoapparate und verlieh Vorführgeräte. Der wichtigste Zweig seiner Aktivitäten war jedoch die Vorführung von Lichtbildern. Damit reiste Carl Simon durch das gesamte deutsche Reich und brachte mit seinen Vorträgen den Menschen die große, weite Welt näher.
Sein Diaarchiv umfaßte mehrere 10.000 Lichtbilder. In über 300 Vortragsreihen zusammengestellt, führte er dann die Fotos den staunenden Besuchern vor. Zu jedem Bild wurde ein Text verlesen, der das Motiv näher erläuterte. Ob Lichtbilder deutscher Großstädte wie Berlin und München, sakrale Themen oder exotische Länder in Afrika und Asien - Carl Simon zeigte mit seinen handcolorierten Lichtbilder die Sehenswürdigkeiten der Heimat und den Alltag in der faszinierenden und geheimnisvollen Fremde.

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| Amerika |
China |
St.Gotthardt
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Titanic |
Sein Sohn Karl-Heinz Simon (1920-2002) führte noch bis in die 60er Jahre die Tätigkeit des Vaters fort, wobei der Schauspieler Ernst Pilik die Texte zu den Bildern vortrag. Im Laufe der Zeit ging jedoch mit der Popularität des Fernsehens das Interesse an den Vorträgen immer mehr zurück. Erhalten haben sich heute mehr als 20.000 Diapositive in über 130 Vortragsreihen. Da die Bilder auch käuflich zu erwerben waren, gelangte eine Reihe zum Thema "
Indien" bis in die Universitätsbibliothek von Südkalifornien in den USA.
Von seiner Heimatstadt Düsseldorf hat Carl Simon natürlich auch eine Bildserie angefertigt, die ab den 20er Jahren entstand und hier im Bilderbuch Düsseldorf zu sehen ist.
Bitte beachten Sie: Den Fotos ist der jeweilige Vortragstext zugeordnet. Sie können mit der Ansicht beim ersten Bild links in der ersten Reihe beginnen - alle Aufnahmen sind miteinander verknüpft. Viel Freude beim Betrachten und Lesen! Hier gelangen Sie zur ausführlichen Berichterstattung.
"Düsseldorf - die schönste moderne Großstadt am Rhein"
Zur gefl. Beachtung!
Es empfiehlt sich, die Bildvorführung durch den Vortrag oder gemeinsamen Gesang von Heimat - und bekannten Wanderliedern zu unterbrechen, z.B.
"Nun ade, du mein lieb Heimatland."
„Wer recht in Freuden wandern will."
„Wer Gott will rechte Gunst erweisen."
"Das Wandern ist des Müllers Lust."
„Nach der Heimat möcht ich wieder."
"Durch Feld und Buchenhallen."
„Im schönsten Wiesengrunde u.s.w."
Die Mitwirkung eines kleinen Orchestern - auch Mandolinen - und Gitarrenbegleitung belebt die Veranstaltung ausserordentlich. Als Abschluss empfiehlt sich irgendein schönes nationalen Lied singen zu lassen.

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| 1. Düsseldorf |
2. Hochbaus der Vereinigten Stahlwerke |
3. Der Stahlhof |
4. Die Breitestrasse |

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5. Das Wilhelm - Marx - Haus
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6. Blick auf die Altstadt |
7. Das Ratinger-Tor |
8. Die Staatliche Kunstakademie |

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9. Wilhelm von Schadow
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10. Andreas von Achenbach
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11. Oswald Achenbach
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12. Eduard von Gebhardt
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13. Rubens. Himmelfahrt Mariae
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14. Die Rheinhalle
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15. Ulanendenkmal
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16. Rheinbrücke bei Nacht
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17. Das Reichswirtschaftsmuseum
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18. Reichswirtschaftmuseum. Innenraum I. |
19. Reichswirtschaftsmuseum. Innenraum II. |
20. Städtisches Kunstmuseum
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| 21. Bendemann, Gattin des Künstlers |
22. Simon Meister. Familie Tillmann |
23. Der Kunstpalast
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24. Die "Regierung"
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25. Feuerwerk am Rheinufer
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26. Rheinpark. Kindergruppe
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27. Der Schutzdamm
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28. Rheinuferpartie
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29. Der Rhein im Winter
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30. Jan Wellem Denkmal und Rathaus |
31. Szene aus dem Marktleben
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32. Düsseldorfer Radschläger
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33. Altstadtstraße
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34. In einer Altstadtkneipe
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35. Ein froher Genießer
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36. Ein "halber Hahn"
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37. Schützenzug in der Altstadt
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38. Das Geburtshaus Heinrich Heines |
39. Gedenktafel für Heinrich Heine
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40. Heine - Zimmer
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41. Justizpalast
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42. Andreaskirche - Hauptschiff
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43. Die Kunsthalle
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44. Kriegerdenkmal
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45. Hofgarten. Ananasberg
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46. Hofgarten. Winterbild
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47. Märchenbrunnen
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48. "Schreiender Hirsch"
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49. Der "grüne Junge"
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50. Malkastenfest
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51. Die Seufzer - Allee
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52. Winter an der Düssel
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53. Parkhotel und Opernhaus
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54. Corneliusplatz
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55. Schadowstrasse
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56. Tritonengruppe
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57. Die "grüne Schlucht"
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58. Am Bergischen Löwen
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59. Straßenterrasse im Sommer
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60. Graf-Adolf-Platz
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61. Schauspielhaus
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62. Der Weiher am Ständehaus
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63. Der "Floragarten"
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64. Die Friedenskirche
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65. Die Neußer Brücke
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66. Verwaltungshaus Henkel
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67. Schloß Benrath
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68. Schloß Benrath. Innenaufnahme
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69. Die Tonhalle
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70. Die Matthäikirche
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71. Jugendherberge
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72. Im Wildpark I
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73. Tierpark II
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74. Ehrenfriedhof
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75. Flugplatz
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76. Niederrhein. Angler
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77. Niederrhein. Landschaft
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78. Kaiserswerth
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79. Fischerboot
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80. Auf dem Rhein
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Und wenn wir uns nun dessen alles recht entsinnen wollen, was wir gehört und gesehen haben, dann wäre es wunderschön, wenn wir so lautlos in einem Segelboot dahintreiben könnten. Dann würden uns alle die Bilder von der schönen Rheinstadt noch einmal in Ruhe vor die Seele treten. Düsseldorf ist nicht nur eine schöne, sondern auch - man kann es nicht anders bezeichnen - eine elegante Stadt. Im gewerblichen Leben, in den Schaufenstern, den blinkenden und lockenden Augen der Geschäftsstraßen, in den zahlreichen Erholungs- und Vergnügungsstätten Düsseldorfs, wandelt sich eben die Kunst zu Eleganz, zu einer Eleganz, die Düsseldorf einen unvergleichlichen und mächtig anziehenden Reiz gibt und einen Franzosen zu der kühnen und selbstgefälligen Behauptung hinriß, dass Düsseldorf eine französische, nur zufällig von Deutschen bewohnte Stadt sei. Das Neue, das in raschem Schwunge vom Neueren überholt wird, das fiebrig bewegte Leben der großen Welt schlägt in den Pulsen dieser Stadt.
So kommt es, dass der Amerikaner in Düsseldorf stärker als anderswo in Deutschland an seine Heimat erinnert wird, und dass ein englischer Schriftsteller in Düsseldorf "the model city" sah. Nicht Schlösser oder Dome, nicht Denkmäler oder Ruinen sind es, die im Stadtbilde Düsseldorfs auffallen, sondern die mächtigen Bauten des Handels und der Industrie. Eine neue, den Ausdruck der Zeit suchende, der Zukunft zugewandte Architektur gibt der Stadt das Gesicht, das sich der Landschaft anpaßt, dieser sanft verschwimmenden, dem Meere zugleitenden Landschaft mit dem mächtigen Strome, der hier nicht mehr der schwärmende, singende, weinumrankte, der hier der arbeitende, von fleißigen Schleppzügen durchfurchte Rhein ist.
Aber noch ein anderes gehört zu dieser Stadt des heiteren Augenblicks, die vornehme Geselligkeit, die moussierende Unterhaltung, das nicht alltägliche und pikant angerichtete Vergnügen. In schönen Gasträumen, in feinen, ständig verfeinerten Vergnügungsstätten zeigt sich dieses Düsseldorf das " Leben und Lebenlassen“! Und wer nicht das heitere Vergnügen sucht, dem bleibt der Ort in angenehmer Erinnerung als die schöne Garten- und stolze Kunststadt, die, wenn auch nur im Bilde kennen gelernt zu haben, Ihnen allen hoffentlich ein anregendes Erlebnis gewesen ist.