Der Medienhafen in Düsseldorf
Das architektonische Bild, das sich dem Besucher heute zeigt, spiegelt eine faszinierende Mischung von Altem und Neuem wider und verdeutlicht eindrucksvoll die Kreativität Düsseldorfs. Vor allem die Umgestaltung eines Teilbereichs des alten Wirtschaftshafens zum heutigen Medienhafen als ein modernes Büro- und Wohnquartier in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt ist Kennzeichen einer seit den 70er Jahren anhaltenden Entwicklung. Die Voraussetzung für die Umstrukturierung dieses Stadtteils ergaben sich durch ökonomische Bedingungen, da sich der Düsseldorfer Gewerbehafen im Laufe der Nachkriegsjahrzehnte mit veralteter Technik, zu kleinen Hafenbecken und zunehmender Verlegung des Güterverkehrs auf Straße und Schiene als wirtschaftlich unattraktiv erwies.
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| Gebäude am Handelshafen | Haus der Architekten | Detail des Kai-Centers | Gebäude an der Speditionsstraße |
Den Stadtplanern bot sich aber damit die Gelegenheit, einem zwar maroden, jedoch unmittelbar an die Innenstadt und dem Rhein angrenzenden Gewerbegebiet nunmehr eine attraktive und zukunftsweisende Nutzung zuzuführen. Es begann daraufhin ab 1976 die Umgestaltung der direkt an der Hafeneinfahrt liegenden Straßen, des „Zollhafens“, der anschließend zum neuen Standort für die kreativen Werbe- und Medienbranchen avancierte und seit dem auch als „Medienmeile“ bekannt ist.
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| Neuer Zollhof | Neuer Zollhof | Sign | Hyatt-Hotel |
Bereits zu Beginn dieser Neustrukturierungen wurde besonderer Wert auf eine zukunftsweisende Architektur gelegt, die sowohl als Synonym für Düsseldorfer Ideenreichtum steht, als auch die Attraktivität dieses Stadtteils für Kreative, Designer und Künstler verdeutlichen soll. Um dieser städtebaulichen Konzeption auch ein internationales Flair zu verleihen, entstand im Laufe der Jahrzehnte um das Hafenbecken an der Kaistraße ein außergewöhnlicher Architekturkomplex. Statt einer zu erwartenden baulichen Homogenität bekommt der Betrachter ein Ensemble der unterschiedlichsten Formensprachen geboten, die nicht nur durch das Nebeneinander von Alt und Neu ihren Reiz entfalten. Auch bei der aktuellen Architektur versucht jeder Neubau durch Fassadengestaltung, Farbwahl und Baukörperverformung sein Maß an Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, wobei die Gebäude des „Neuen Zollhofes“ des amerikanischen Architekten Frank O. Gehry mit der scheinbaren Verdrehung ihrer Fassaden eine der Hauptsehenswürdigkeiten des Medienhafens geworden sind.
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